2017/10/02

ZARM scientists Florian Meyer, Max Ruhe and Tim Schwenteck with their former classmate Patrick Bihn, member of the Bremer Tageszeitung board Jan Leßmann, Senator of Science, Health and Consumer Protection Prof. Dr. Eva Quante-Brandt and Weser Kurier's chief editor Moritz Döbler

Laudator Prof. Dr. Eva Quante-Brandt

Scientists explain their experiment to the audience

ZARM scientists win Weser-Kurier's newcomer prize MoreSpace

-- sorry, only available in German --

 

 

Die drei Wissenschaftler Florian Meyer, Tim Schwenteck und Maximilian Ruhe des Zentrums für angewandte Raumfahrttechnologie und Mikrogravitation (ZARM) der Universität Bremen bekamen am Montagabend, 23.10.2017, im Verlauf der „MoreSpace-Konferenz“ des Weser-Kuriers den Preis für das beste Studentenprojekt für ihr Experiment Experiment "UB-FIRE" (University of Bremen - Fire Safety Research Experiment) überreicht.

Zusammen mit ihren ehemaligen Kommilitonen Patrick Bihn und Alex Freier gingen sie im Laufe ihres Masterstudiums der bisher nur vage beantworteten Frage nach, wie sich Feuer in der Schwerelosigkeit verhält. Möglich machte die Beantwortung dieser wissenschaftlich relevanten Frage das deutsch-schwedische Studierendenprogramm REXUS/BEXUS, welches ausgewählten europäischen Studierenden jährlich die Chance bietet, technische und wissenschaftliche Experimente auf Höhenforschungsraketen oder Ballonen durchzuführen.

„Im Hinblick auf aktuelle Explorationsvorhaben zum Mond und Mars spielt Feuersicherheit eine immer entscheidendere Rolle, da durch die Bildung von giftigen Gasen oder Flammen sowohl technische Systeme als auch die Mannschaft an Bord eines Raumfahrzeuges oder der Raumstation ISS gefährdet sind“, erläutert Projektleiter Florian Meyer den Hintergrund und die Relevanz ihres Experiments. Das Ziel von „UB-FIRE“ war die Untersuchung der Feuersicherheit von Materialproben aus Plexiglas mit und ohne Oberflächenstrukturen unter Schwerelosigkeit. Dabei hat das Experiment, welches im März 2016 an Bord einer Höhenforschungsrakete nahe Kiruna, Schweden, durchgeführt wurde, unter anderem gezeigt, dass die strukturierten Oberflächen schneller als glatte Oberflächen verbrennen. Grund dafür ist mitunter die reduzierte Wärmekapazität der Oberflächenstruktur und die vergrößerte Oberfläche. Im Vergleich zu Experimenten auf der Erde zeigte sich eine reduzierte Flammenausbreitungsgeschwindigkeit, die vor allem aus dem reduzierten Einfluss der Gravitation resultierte. Außerdem ist auch die Flammenform, sowie die lokal höhere Temperatur des Feuers unter Schwerelosigkeit für den schnelleren Brenneffekt verantwortlich. Somit liefert das Experiment, welches 15 Monate lang am ZARM mit Hilfe der Arbeitsgruppe Verbrennungsforschung konstruiert und entwickelt wurde, einen wertvollen wissenschaftlichen Beitrag im Bereich der Feuersicherheit für zukünftige Explorationsmissionen von NASA und ESA.

Wir gratulieren den Preisträgern!

""