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Erfolgreiche Promotion von Marian Woltmann

| News

Im Rahmen des PRIMUS-Projekts hat er die äußerst anspruchsvolle Aufgabe übernommen, eine neue Methode zur Erzeugung ultrakalter Rubidiumatome für Experimente in der Schwerelosigkeit bereitzustellen. Herzlichen Glückwunsch zur Promotion, Marian!

Marian Woltmann kam 2017 zum ZARM. Im Rahmen des PRIMUS-Projekts hat er die äußerst anspruchsvolle Aufgabe übernommen, eine neue Methode zur Erzeugung ultrakalter Rubidiumatome für Experimente in der Schwerelosigkeit bereitzustellen.

Im Unterschied zu früheren Arbeiten im Fallturm gelang es ihm, Atome in einem stark fokussierten Laserstrahl statt in einem Magnetfeld einzufangen und zu kühlen, was mehrere Vorteile bietet, aber auch mit vielen technischen Herausforderungen verbunden ist. Seine Arbeit zeigt nun, wie diese überwunden werden können und dass eine effiziente, rein optische Verdampfungskühlung mittels Laser sogar innerhalb des begrenzten Raums einer Fallturm-Experimentkapsel machbar ist.

Bei Temperaturen unterhalb von Mikrokelvin tritt das Quantenverhalten dieser Atome deutlich zutage und sie gehen sogar in eine Art neuen Aggregatzustand über, ein sogenanntes Bose-Einstein-Kondensat. Marian gelang es, die Atome in seinem Aufbau auf diesen speziellen Bereich abzukühlen und die Eigenschaften des Bose-Einstein-Kondensats nachzuweisen. Dies legt den Grundstein für Weltraum-Anwendungen wie die zukünftige Quantenkommunikation über Satelliten oder die Quantensensorik in Erdbeobachtungsmissionen. Dank Marians Arbeit konnte die Gruppe nun ein weiteres Projekt in Zusammenarbeit mit der Humboldt-Universität zu Berlin starten, in dessen Rahmen sie die erste Demonstration eines Quantenspeichers in der Mikrogravitation auf Basis eines Bose-Einstein-Kondensats plant.

Sven Herrmann, Leiter der Forschungsgruppe Quantenoptik und experimentelle Gravitationsphysik, hat nur lobende Worte für Marian: “Marian hatte hier wirklich ein dickes Brett zu bohren. Aber ich bin sehr froh und sehr dankbar, dass wir mit ihm genau die Person gefunden hatten, die es für dieses Projekt gebraucht hatte: jemand mit einer bewundernswerten praktischen Intelligenz, der für alle Probleme eine oft auch unkonventionelle Lösung findet. Und vor allem jemand der seinen Optimismus angesichts der oft unmöglich scheinenden Aufgaben nicht verliert. Fürs Team ist er unersetzlich, menschlich wie fachlich. Daher sind wir sehr froh, dass er dem ZARM erhalten bleibt und sein wertvolles Wissen a die nächste Generation weiter geben kann.”

Marian Woltmann mit seiner Prüfungskommission